…Ursprung künstlicher Beleuchtung

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„Es brennt, es brennt, ein Lichtlein brennt…“. Im traditionellen Bewusstsein ist ein Weihnachtskranz ohne die Adventskerzen kaum vorstellbar. Kerzen sind heute noch immer ein „gängiges“ Leuchtmittel, auch wenn sich ihre Funktion innerhalb der letzten Jahrhunderte mit der Rationalisierung und Entstehung der künstlichen Beleuchtung stark verändert hat. Die künstliche Beleuchtung gehört neben dem Heizen und Kochen zu den wichtigsten Kulturleistungen der Menschheit und über Jahrhunderte war die Kerze für die Menschen eines der wichtigsten Leuchtmedien.Heute ist die Kerze jedoch für viele eine Relikt aus vergangegen Zeiten, welches zwar noch in Kirchen, Restaurants und bei Familienfeiern genutzt wird, ansonsten aber höchstens in romantischer Zweisamkeit seinen Zweck zur Stimulierung der Sinne erfüllt. Man kommt nicht umher, die Kerze auch als etwas antiquiert zu betrachten. Tatsächlich muss man lange zurückgehen, um die Geschichte der Kerze zu erzählen.
Eine Revolution – der Docht
Die ersten Kerzen entstanden vor über 3.000 Jahren im Orient, sind aber mit unserem heutigen Verständnis von Kerzen kaum zu vergleichen. Das Lagerfeuer und die Nutzung von Kienspäne als Fackel sind die Vorreiter der Kerze. Dieser Entwicklungsschritt hin zur Fackel und Kerze ist in der Geschichte der künstlichen Beleuchtung sehr wichtig, denn das künstliche Licht wurde damit mobil und vielfach anders einsetzbar. Die Kerze stellte am Anfang lediglich eine kleinere Version einer Fackel dar, denn das Prinzip der Fackel war es, den oberen Teil des Fackelstocks mit brennbaren Stoffen wie etwa Harz, anzureichern. Auch die Vorgänger der Wachskerzen wurden in Harz oder Fett getränkt. Erst Jahrhunderte später wurden Kerzen erstmals mit Bienenwachs angereichert. Jedoch war Wachs ein teurer Luxusstoff, weshalb Wachskerzen lange Zeit nur in der feudalen Adelsschicht benutzt wurden, während die Unterschicht Kerzen aus Talg besaß. Die Entwicklung des Dochts war ein evolutionärer Schritt der künstlichen Beleuchtung, denn der Docht brachte eine deutliche Verbesserung der Leuchteigenschaften mit sich. Die Flamme brannte durch den Docht nun länger, ruhiger und stetiger vor sich hin, musste aber mit einem Dochtschere gepflegt werden. Bis zu Beginn der Industrialisierung war die Kerze ein Dauerbrenner in den Haushalten und das wichtigste Leuchtmittel im Alltag.
Die Kerze als kulturelles Symbol
Die Kerze war damals wie heute nicht nur ein Leuchtmedium zur Verbesserung des Alltags, sondern schon seit Uhrzeiten auch von kultureller Bedeutung. In vielen Kulturen und Religionen symbolisiert die Kerze bis heute verschiedenste religiöse Bedeutungen und Bräuche, zum Beispiel in Deutschland den Adventskranz in der Weihnachtszeit oder die Beleuchtung des Weihnachtsbaums. Kerzen haben heutzutage also nicht nur etwas mit romantischer Nostalgie zu tun. Neben der kulturellen Bedeutung bleibt schlichtweg festzuhalten, dass die Kerzen seit jeher ein gemütlich angenehmes, schummriges Licht werfen, welches durch die moderne Beleuchtungstechnik in den eigenen vier Wänden nur schwer zu immitieren ist. Die Abhängigkeit der Menschen von Technik und Strom, macht die Kerze zu einer über allen Zeiten andauernden Alternative, denn der nächste Stromausfall kommt bestimmt…
Tags: Geschichte, Kerze, Lampen
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Dieser Artikel wurde
am Montag, 30. August 2010
in der Kategorie INNENBELEUCHTUNG, LEUCHTKRAFT veröffentlicht.